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Vorkurs Online
Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Bedingungen für die Buchung und Nutzung der Kurse von Vorkurs Online.

§ 1 Anbieter, Vertragsgegenstand, Vertragsschluss

(1) Anbieter ist Vorkurs Online, Adaye Ruby Steinert, Am Sonnenberg 25, 71638 Ludwigsburg (im Folgenden „Anbieter“). Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge über Online-Kurse, die über die Website vorkurs-online.com und die Lernplattform campus.vorkurs-online.de (im Folgenden „Campus“) geschlossen werden. Verbraucher ist jede natürliche Person, die den Vertrag zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.

(2) Vertragsgegenstand ist ein zeitlich befristeter Zugang zu einem Online-Kurs zur Vorbereitung auf Aufnahmetests an Studienkollegs. Der Kurs ist ein Selbstlernangebot. Er besteht aus Lernvideos, Texten, Übungsaufgaben mit automatischer Auswertung und Lösungen sowie Musterlösungen und Bewertungsrastern zu Schreibaufgaben. Der konkrete Umfang ergibt sich aus der Kursbeschreibung zum Zeitpunkt der Buchung; ein Anspruch auf einen darüber hinausgehenden Zuwachs an Inhalten besteht nicht. Ändert ein Studienkolleg das Format seines Aufnahmetests, passt der Anbieter die davon betroffenen Kursinhalte während der Laufzeit in angemessener Zeit an, nachdem ihm die Änderung bekannt geworden ist. Der Anbieter darf Kursinhalte überarbeiten, ergänzen oder austauschen, um sie an Format und Anforderungen der Aufnahmetests anzupassen oder Fehler zu beheben. Solche Änderungen sind für den Kunden kostenlos. Beeinträchtigt eine Änderung den Zugriff auf den Kurs oder seine Nutzbarkeit mehr als unerheblich, informiert der Anbieter den Kunden vorher per E-Mail.

(3) Der Anbieter überwacht den Lernerfolg nicht, nimmt keine individuelle Bewertung oder Korrektur von Aufgaben vor und beantwortet keine inhaltlichen Fragen zum Lernstoff. Der Kundenservice des Anbieters beschränkt sich auf Fragen zur Kurswahl, Buchung, Zahlung, zum Zugang und zur Technik. Ein Anspruch auf individuelle Rückmeldung zum Lernstand besteht nicht.

(4) Die Darstellung der Kurse auf der Website und im Campus ist kein verbindliches Angebot, sondern eine Aufforderung an den Kunden, ein Angebot abzugeben. Der Kunde wählt den gewünschten Kurs aus, gibt an der Kasse seine Daten ein und kann seine Eingaben vor der Bestellung jederzeit prüfen und korrigieren. Mit dem Klick auf die Schaltfläche „Jetzt kostenpflichtig buchen“ gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter die Bestellung per E-Mail bestätigt oder den Zugang freischaltet, je nachdem, was zuerst geschieht.

(5) Der Anbieter übermittelt dem Kunden mit der Bestellbestätigung per E-Mail den Vertragsinhalt, diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Widerrufsbelehrung. Der Kunde kann seine Bestellungen außerdem in seinem Nutzerkonto im Campus einsehen. Die Vertragssprache ist Deutsch.

(6) Der Zugang wird nach Zahlungseingang freigeschaltet, in der Regel sofort, spätestens innerhalb von 48 Stunden nach Zahlungseingang. Vor Zahlungseingang wird der Zugang nicht freigeschaltet.

(7) Das Nutzerkonto ist persönlich. Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und überlässt sie keinen Dritten. Eine Übertragung des Nutzerkontos auf Dritte ist nicht gestattet. Von diesem Verbot ausgenommen ist die Nutzung durch ein Kind des Kunden, für das der Kunde den Kurs gebucht hat.

(8) Der Vertragsschluss eines Minderjährigen bedarf der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter.

§ 2 Laufzeit und Verlängerung

(1) Die Laufzeit eines Kurses beträgt sechs Monate ab Freischaltung des Zugangs. Der Vertrag endet automatisch mit Ablauf der Laufzeit, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Eine automatische Verlängerung findet nicht statt.

(2) Nach Ablauf der Laufzeit hat der Kunde keinen Zugriff mehr auf die Kursinhalte. Eine kostenpflichtige Verlängerung um weitere sechs Monate ist möglich; es gilt der zum Zeitpunkt der Verlängerung angegebene Preis.

(3) Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

§ 3 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die auf der Website und im Campus angegebenen Preise zum Zeitpunkt der Buchung. Die Preise sind Endpreise und enthalten die gesetzliche Umsatzsteuer, soweit sie anfällt.

(2) Der Anbieter kann Preise im Rahmen von Sonderaktionen zeitlich begrenzt reduzieren sowie Rabattaktionen und Gutscheincodes anbieten. Eine Barauszahlung von Gutscheinen und eine nachträgliche Einlösung nach der Buchung sind ausgeschlossen.

(3) Die Kursgebühr ist mit Vertragsschluss fällig. Die Zahlung erfolgt über die im Bestellprozess angebotenen Zahlungsarten, zum Beispiel Kreditkarte, PayPal oder Überweisung. Die Zahlungsabwicklung übernehmen die jeweiligen Zahlungsdienstleister.

(4) Kommt der Kunde mit der Zahlung in Verzug, kann der Anbieter Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe verlangen. Diese betragen bei Verbrauchern fünf Prozentpunkte, bei Unternehmern neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Die Geltendmachung eines weiteren Schadens bleibt unberührt.

§ 4 Verfügbarkeit, Gewährleistung und Haftung

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine ununterbrochene Erreichbarkeit des Campus. Wartungsarbeiten, Störungen bei Dritten und höhere Gewalt können zu Unterbrechungen führen. Ist der Campus aus Gründen, die der Anbieter zu vertreten hat, an einem Tag oder länger nicht erreichbar, verlängert sich die Laufzeit kostenlos um die Dauer des Ausfalls.

(2) Der Anbieter schuldet keinen bestimmten Lernerfolg. Er steht insbesondere nicht dafür ein, dass der Kunde den Aufnahmetest oder eine andere Prüfung besteht oder dass alle in einer Prüfung abgefragten Themen von den Kursinhalten abgedeckt werden.

(3) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen, sowie nach dem Produkthaftungsgesetz und bei Übernahme einer Garantie.

(4) Bei einfach fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet der Anbieter nur für den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentliche Vertragspflichten sind Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(5) Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

(6) Für die Kurse gilt das gesetzliche Gewährleistungsrecht für digitale Produkte (§§ 327 ff. BGB). Ist ein Kurs nicht vertragsgemäß, kann der Kunde Nacherfüllung verlangen sowie unter den gesetzlichen Voraussetzungen den Preis mindern oder den Vertrag beenden. Die Haftungsregelungen in den Absätzen 2 bis 5 schränken diese gesetzlichen Rechte nicht ein.

(7) Die Kursinhalte werden über den Campus im Browser bereitgestellt und lassen sich auf Laptop, Tablet und Smartphone nutzen; eine Installation ist nicht erforderlich. Voraussetzung sind ein aktueller Browser (zum Beispiel Chrome, Firefox, Safari oder Edge), eine stabile Internetverbindung und für die Lernvideos eine Tonwiedergabe. Die Lernvideos werden über Vimeo bereitgestellt; sie sind an den Campus gebunden und lassen sich nicht herunterladen.

§ 5 Widerrufsrecht

(1) Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Widerrufsbelehrung mit den Bedingungen, Fristen und dem Verfahren für die Ausübung des Widerrufsrechts, das Muster-Widerrufsformular und die Online-Widerrufsfunktion finden Sie unter https://campus.vorkurs-online.de/widerrufsrecht/.

(2) Das Widerrufsrecht erlischt bei Verträgen über digitale Inhalte, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden, vorzeitig, wenn der Anbieter mit der Ausführung des Vertrags begonnen hat, nachdem der Kunde ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Anbieter mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und der Kunde seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er durch seine Zustimmung mit Beginn der Ausführung des Vertrags sein Widerrufsrecht verliert, und der Anbieter dem Kunden eine Bestätigung des Vertrags auf einem dauerhaften Datenträger zur Verfügung gestellt hat. Die Ausführung des Vertrags beginnt mit der Freischaltung des Kurses.

§ 6 Nutzungsrechte

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Laufzeit ein einfaches, nicht übertragbares Recht ein, die Kursinhalte zum eigenen Lernen zu nutzen. Alle Inhalte sind urheberrechtlich geschützt.

(2) Der Kunde darf die Kursinhalte weder ganz noch teilweise vervielfältigen, verbreiten, öffentlich zugänglich machen, an Dritte weitergeben, bearbeiten oder unterlizenzieren. Das technisch bedingte Zwischenspeichern beim Abruf bleibt erlaubt.

(3) Bei einem schwerwiegenden Verstoß gegen Absatz 2 oder gegen § 1 Absatz 7 kann der Anbieter den Zugang nach vorheriger Abmahnung sperren. Weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.

§ 7 Datenschutz

Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden zur Durchführung des Vertrags nach den gesetzlichen Vorschriften. Einzelheiten zu Zwecken, Rechtsgrundlagen, Empfängern, Speicherdauer und den Rechten der betroffenen Personen enthält die Datenschutzerklärung unter https://vorkurs-online.com/datenschutz und https://campus.vorkurs-online.de/datenschutz.

§ 8 Beschwerden und Streitbeilegung

(1) Beschwerden und Fragen nimmt der Anbieter per E-Mail an campus@vorkurs-online.de sowie über das Formular „Meine Frage“ unter https://campus.vorkurs-online.de/fragen/ entgegen. Der Anbieter antwortet per E-Mail.

(2) Der Anbieter ist weder bereit noch verpflichtet, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

§ 9 Anwendbares Recht und Gerichtsstand

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem anderen Staat bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften dieses Staates unberührt.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Anbieters. Dasselbe gilt, wenn der Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt bei Klageerhebung nicht bekannt ist.

§ 10 Schlussbestimmungen

(1) Maßgeblich ist die Fassung dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zum Zeitpunkt der Buchung. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.

(2) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung treten die gesetzlichen Vorschriften.

Stand: Oktober 2026